Wie die Schweizer Hagel Group (SH Group) schreibt, erlebte die Schweiz 2026 eine der ausgeprägtesten Trockenperioden seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1901. Die Monate April bis August waren laut MeteoSchweiz so trocken und heiss wie nie zuvor. Besonders betroffen waren Kartoffeln, Mais, Zuckerrüben, Sonnenblumen und das Grasland. Auch in der Viehwirtschaft kam es teilweise zu Futtermangel. Ende August führten zudem heftige Unwetter mit regional starken Hagelschlägen zu weiteren Schäden. Die SH Group erwartet rund 5'800 Schadenmeldungen und eine Schadenssumme von 59,2 Millionen Franken bei den versicherten Pflanzenkulturen. 48 Prozent der Schäden entfielen auf Hagel, 45 Prozent auf Trockenheit und 7 Prozent auf weitere Elementarschäden (Stand 21. September 2026).
Die zunehmende Trockenheit stellt die Landwirtschaft auch mit Blick auf die Zukunft vor neue Herausforderungen. Da bei grossflächigen Ereignissen ganze Regionen gleichzeitig betroffen sein können, stossen klassische Versicherungsmodelle teilweise an ihre Grenzen. Die SH Group unterstützt deshalb mit dem Förderangebot "Hagel Adapt" Massnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, beispielsweise nachhaltige Bewässerungssysteme oder Weiterbildungen im Bereich der regenerativen Landwirtschaft. Auch in Frankreich und Norditalien führten Trockenheit, Hitze und Hagel 2026 zu erheblichen Schäden. Die Entwicklung zeigt, wie wichtig Anpassungsmassnahmen entlang der gesamten landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette werden, um die Widerstandsfähigkeit der Betriebe und die Versorgungssicherheit langfristig zu stärken.