Die Schweizer Landwirtschaft ist bei der Versorgung mit Futtermitteln zunehmend auf Importe aus dem Ausland angewiesen. Ein Bericht von Anfang Juni des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) belegt, dass vor allem die Einfuhren von Futtermais in den letzten zehn Jahren massiv gestiegen sind.
Gemäss den neusten Analysen des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) hat die Schweiz zwischen 2014 und 2024 deutlich mehr Futtermittel aus dem Ausland bezogen. Der Import der wichtigsten energiereichen Futtermittel stieg in diesem Zeitraum um rund 36 Prozent.
Besonders auffällig ist die vom BLW ausgewiesene Entwicklung beim Futtermais: Hier verzeichnet die Statistik einen drastischen Importanstieg von 99 Prozent. Das bedeutet, dass sich die Einfuhren in den letzten zehn Jahren praktisch verdoppelt haben. Inzwischen stammen laut Bundesamt rund 58 Prozent des in der Schweiz vermarkteten Futtermaises aus dem Ausland, beim Futterweizen sind es sogar 83 Prozent. Lediglich bei der Futtergerste kann der inländische Bedarf weiterhin zu einem grossen Teil (68 Prozent) aus Schweizer Produktion gedeckt werden. Auch bei den eiweissreichen Futtermitteln zeigt sich ein Plus von 7 Prozent, wobei hier insbesondere die Importe von Nebenprodukten aus der Rapsölproduktion (+87 Prozent) markant zugelegt haben.
Trotz der steigenden Importmengen blieben die Preise franko Schweizer Grenze, mit Ausnahme des Preisschocks im Jahr 2022 infolge des Ukraine-Kriegs, gemäss BLW relativ stabil. Der Bericht zeigt auf, dass die Importpreise im Jahr 2024 mehrheitlich wieder auf das Niveau von 2020 gesunken sind. Zudem half das Schweizer Schwellenpreissystem, die massiven internationalen Preisausschläge von 2022 für die heimischen Abnehmer und Futtermühlen etwas abzufedern.
Weitere Details und detaillierte Grafiken finden Sie im vollständigen Marktbericht auf der Datenplattform des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW).
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