Die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe in der Schweiz nimmt weiter ab, während die durchschnittliche Betriebsgrösse wächst. Die neusten Daten der landwirtschaftlichen Strukturerhebung zeigen deutliche Trends bei der Verteilung der Nutzflächen, den Tierbeständen und den biologisch bewirtschafteten Flächen. Für die Schweizer Landwirtschaft bedeutet dieser anhaltende Strukturwandel eine fortschreitende Professionalisierung.
Die Gesamtzahl der landwirtschaftlichen Betriebe in der Schweiz ist weiter rückläufig. Im Gegenzug steigt jedoch die durchschnittliche landwirtschaftliche Nutzfläche (LN) pro Betrieb kontinuierlich an. Grossbetriebe gewinnen zunehmend an Bedeutung, während kleinere Höfe vermehrt aufgegeben oder fusioniert werden. Diese Entwicklung führt dazu, dass die verbleibenden Betriebe wachsen und rationalisiert werden müssen, um die grösseren Flächen effizient zu bewirtschaften.
Der ökologische Landbau verzeichnet in der Schweiz weiterhin einen Zuwachs. Sowohl die Anzahl der reinen Bio-Betriebe als auch die biologisch bewirtschaftete Nutzfläche legen kontinuierlich zu. Parallel dazu gewinnt auch die integrierte Produktion, insbesondere unter Labels wie IP-Suisse, eine immer stärkere Marktpräsenz. Konsumenten und politische Rahmenbedingungen treiben diesen Wandel hin zu nachhaltigeren Produktionsformen spürbar voran.
Bei den Tierbeständen zeigen sich differenzierte Entwicklungen. Während die Zahl der Milchkühe tendenziell abnimmt, bleibt der Gesamtbestand an Rindvieh aufgrund anderer Produktionsrichtungen relativ stabil. Grosse Veränderungen gibt es in der Geflügelhaltung: Die Bestände von Legehennen und Mastgeflügel verzeichnen ein deutliches Wachstum, was die steigende Inlandnachfrage nach einheimischen Eiern und Geflügelfleisch widerspiegelt. Im Gegensatz dazu ist der Schweinebestand leicht rückläufig, was auf veränderte Marktbedingungen und Konsumgewohnheiten zurückzuführen ist.
Die landwirtschaftliche Arbeit wird nach wie vor stark durch Familienarbeitskräfte geprägt, allerdings nimmt der Anteil an familienfremden Angestellten auf den grösseren Betrieben zu. Ein bedeutender Teil der Schweizer Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter führt den Hof zudem im Nebenerwerb. Diese Betriebe sind oft auf eine hohe zeitliche Effizienz angewiesen und nutzen für anstehende Feldarbeiten regelmässig professionelle Dienstleistungen.
Auf dieser Infografik vom LID ist das Thema übersichtlich dargestellt.
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