Der EFK-Bericht vom 12. Oktober 2026 zieht eine kritische Bilanz: Zu komplexe Strukturen, fehlende Fristen und mangelhafte digitale Abläufe verlangsamen die Verfahren, weshalb von über 1000 Gesuchen noch die Hälfte hängig ist. Nach Auffassung von scienceindustries bestätigt dies die langjährige Kritik des Verbands, dass der Zulassungsstau vor allem auf strukturelle Mängel zurückzuführen ist.
Verband lehnt Gebührenerhöhung ohne Gegenleistung ab
Die von der Politik geplante Gebührenerhöhung ab 2028 lehnt scienceindustries ab, solange keine verlässlichen Bearbeitungsfristen und schlankeren Verfahren garantiert sind. Aus Sicht des Verbands ist es nicht akzeptabel, Reorganisationsmängel auf Kosten der Firmen zu finanzieren, während Parallelimporte weiterhin stark bevorzugt werden. Auch die EFK verknüpft höhere Gebühren an den tatsächlichen Abbau der Pendenzen.
Scienceindustries pocht auf die rasche Umsetzung der parlamentarischen Initiative 22.441 für Verfahren von maximal zwölf Monaten. Nach Einschätzung des Verbands drohen hohe Gebühren ohne Verfahrensverbesserungen den Schweizer Markt unattraktiv zu machen. Dies gefährde besonders Nischenanwendungen und Sonderkulturen und erschwere der Landwirtschaft den Zugang zu modernen Pflanzenschutzmitteln.
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