Claas macht den Grosstraktor fit für die Autonomie

Mit der Baureihe Axion 8 Cmatic hebt Claas seine Grosstraktoren der mittleren Sechszylinderklasse auf ein neues Niveau:
Die Serie bietet 240 bis 313 PS, eine sehr leise Kabine (max. 67 dB(A)) und das intelligente Motormanagement Dynamic Power.

Drei Modelle von 240 bis 290 PS Nennleistung, die mit Dynamic Power eine maximale Motorleistung von 264 bis 313 PS erreichen, kombinieren intelligente Assistenzsysteme, hohen Fahrerkomfort und umfassende Konnektivität – bis hin zur fahrerüberwachten Autonomie.
Am Presse-Event auf dem Hof Loermann nahe Harsewinkel (D), an dem rund 150 Journalistinnen, Journalisten und Agrar-Influencer teilnahmen, stellte Claas die drei neuen Modelle der Baureihe Axion 8 Cmatic- vor. Die Vorführungen fanden sowohl im Feld als auch in einer Showarena am Abend statt – der Verband Lohnunternehmer Schweiz war vor Ort und hat sich den neuen Grosstraktor aus der Nähe angeschaut.

Mit dem Axion 8 Cmatic löst Claas die bisherige Axion-800-Serie ab und positioniert die neue Baureihe im Segment leistungsstarker Grosstraktoren. Herzstück ist ein 6,7-l-Sechszylinder von FPT mit Nennleistungen von 240, 270 und 290 PS; das Topmodell Axion 8.290 Cmatic kommt dank dem Motormanagement Dynamic Power auf eine maximale Motorleistung von 313 PS und ein Drehmoment von bis zu 1'282 Nm. Dynamic Power verteilt zudem die verfügbare Motorleistung bedarfsgerecht auf Fahrantrieb, Hydraulik und Zapfwelle. In Kombination mit dem stufenlosen Cmatic-Getriebe erreicht der Traktor 40 km/h bereits bei 1'300 U/min. Im Leerlauf sind es nur 650 U/min – ein klarer Beitrag zur Kraftstoffeffizienz.

Im Fokus steht das neue Assistenzsystem Cemos Auto Powertrain. Es kombiniert das Leistungsmanagement Dynamic Power, die automatische Motordrückungsanpassung Auto Droop sowie das KI-gestützte Antriebsstrangmanagement mit Auto Load Anticipation. Letzteres erkennt Lastwechsel vorausschauend und passt Motordrehzahl und Getriebeübersetzung automatisch an. Das Ergebnis: konstante Leistung, weniger Verbrauch und eine spürbare Entlastung des Fahrers – insbesondere bei wechselnden Einsatzbedingungen und unterschiedlichen Fahrern im Lohnbetrieb.

Mehr Bewegungsfreiheit in der Kabine

Auch beim Thema Komfort setzt Claas neue Massstäbe. Die neu entwickelte Kabine, die vom Axion 9 übernommen wurde, bietet mit nur 67 dB(A) ein sehr niedriges Geräuschniveau und rund 3 m³ Raumvolumen – das ist erheblich grösser als bisher. Hochwertige Materialien, optional verfügbare Premiumsitze mit Massage-, Heiz- und Belüftungsfunktion sowie eine verbesserte Federung sorgen für ermüdungsarmes Arbeiten – auch an langen Tagen im Ernteeinsatz oder auf Transporttouren. Der Sitz lässt sich bis zu 40° nach rechts drehen und 10° nach links. Das ist angenehm zur Überwachung der Anbaugeräte. Ergänzt wird das Konzept durch ein 360°-LED-Beleuchtungssystem und mehrere integrierte Kameras, mit denen sich Arbeitsgeräte und Verkehrssituation jederzeit im Blick behalten lassen.

Die Bedienung erfolgt über das neue Cebis-connect-System mit bis zu zwei 12’’-Terminals/Touchscreens. GPS-Lenksystem, Isobus-Anwendungen und Maschinenfunktionen sind vollständig integriert und lassen sich flexibel darstellen. Über Claas Connect wird der Axion 8 zudem Teil eines umfassenden digitalen Ökosystems – von Auftragsmanagement und Dokumentation bis hin zu Precision-Farming-Anwendungen und Flottenüberwachung.

Ein weiterer Entwicklungsschritt ist die fahrerüberwachte Autonomie. In Verbindung mit einer Vehicle Control Unit (VCU) können vorab geplante Arbeitsaufträge automatisiert abgearbeitet werden – inklusive Lenken, Vorgewendemanagement und teilflächenspezifischer Ausbringung auf Basis von Applikationskarten. Der Fahrer bleibt an Bord, übernimmt jedoch primär Überwachungsaufgaben und kann bei unvorhergesehenen Hindernissen jederzeit eingreifen. Damit ebnet Claas den Weg für stärker automatisierte Arbeitsprozesse.

Auch technisch bleibt der Axion 8 vielseitig einsetzbar: bis zu 205 l/min Hydraulikleistung, eine Hubkraft von bis zu 10'200 kg sowie Reifendruckregelanlagen und neue VF-Bereifungen ermöglichen den effizienten Einsatz mit schweren Anbaugeräten – von der Mulchsaatkombination über den Güllefass-Zug bis zur Grossflächenmähtechnik. Gleichzeitig erhöhen verlängerte Wartungsintervalle und Servicepakete von bis zu acht Jahren beziehungsweise 8'000 Betriebsstunden die Planungssicherheit bei den Betriebskosten.
Mit der neuen Baureihe zeigt Claas deutlich die Richtung vor: mehr Automatisierung, stärkere Vernetzung und ein klarer Fokus auf Effizienz und Fahrerentlastung im täglichen Einsatz – von der Einzelmaschine bis zur digital gesteuerten Flotte.

 

Schauen Sie sich hier ein Youtube Video dazu an. 

Autorin: Kirsten Müller; Bilder: Claas, Kirsten Müller

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