Rund 200 Mitglieder, Partnerunternehmen und weitere Gäste folgten der Einladung zum Grillplausch 2026 in Schweizersholz SG. In der Maschinenhalle der Familie Christen entstand ein stimmungsvoller Rahmen für Begegnungen, Gespräche und den Austausch innerhalb der Lohnunternehmerbranche.




























Die dekorierte Maschinenhalle war rasch gut gefüllt: Zwischen Landmaschinen und bei bester Stimmung trafen sich rund 200 Gäste zu einem gemeinsamen Abend. Das eindrückliche Ambiente zeigte einmal mehr, wie eng Technik, Praxis und Gemeinschaft bei den Lohnunternehmern miteinander verbunden sind.
Daniel Haffa, Vizepräsident des Verbands Lohnunternehmer Schweiz, begrüsste die Anwesenden zum offiziellen Teil. Er dankte der Familie Christen sowie allen helfenden Händen dafür, dass sie die Infrastruktur zur Verfügung gestellt und den Anlass ermöglicht hatten. Anschliessend stellte Lohnunternehmer Lukas Christen gemeinsam mit seinem Vater Werner den Betrieb vor und gab Einblick in das Familienunternehmen.
Samuel Guggisberg, Vorstandsmitglied des Verbands Lohnunternehmer Schweiz, informierte die Gäste über aktuelle Themen, welche die Branche beschäftigen. Im Zentrum standen dabei digiFLUX sowie die Ernährungsinitiative.
Die Wirtschaftskommission des Nationalrats (WAK-N) hat im August mit Blick auf die Meldeplattform digiFLUX ein deutliches Zeichen für eine Entlastung der Landwirtschaft gesetzt: Mit 16 zu 9 Stimmen gab sie den parlamentarischen Initiativen von Ständerat Jakob Stark und Nationalrätin Katja Riem sowie den Standesinitiativen der Kantone Bern, Luzern und St. Gallen Folge. Ziel ist es, die gesetzliche Mitteilungspflicht für Nährstofflieferungen aus dem Gesetz zu streichen. Bei Pflanzenschutzmitteln soll sich die Meldung künftig auf die Inverkehrbringer beschränken. Diese sollen ausweisen, welche Mengen an die Landwirtschaft und welche an den Gartenbau verkauft werden. Damit will die Kommissionsmehrheit Doppelspurigkeiten, zusätzlichen administrativen Aufwand und Kosten vermeiden, sofern daraus kein erkennbarer Mehrwert entsteht, erklärte Guggisberg. Der Entscheid ist allerdings noch keine definitive Gesetzesänderung. Wie digiFLUX ab 2027 konkret weitergeführt wird, bleibt offen. Während die Kommissionsmehrheit eine deutliche Vereinfachung verlangt, sprechen sich Bio Suisse und IP-Suisse dafür aus, digiFLUX zumindest als freiwilliges Instrument für interessierte Betriebe weiterzuführen.
Bei der Ernährungsinitiative ist die Haltung des Verbands klar: Der Vorstand empfiehlt ein Nein. Inhaltlich zielt die Vorlage auf eine stärkere Ausrichtung der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft, auf die inländische Versorgung sowie auf einen höheren Anteil pflanzlicher Lebensmittel. Sie verlangt unter anderem, den Netto-Selbstversorgungsgrad auf mindestens 70 Prozent zu erhöhen. Bundesrat und Parlament empfehlen die Vorlage zur Ablehnung. Für die Landwirtschaft, aber auch für die vor- und nachgelagerten Bereiche, ist das Thema von grosser Bedeutung, da die möglichen Folgen für Produktion, Tierhaltung, Nährstoffmanagement und Pflanzenschutz weitreichend sein könnten. Guggisberg rief die Gäste dazu auf, Nein zu stimmen und ihr Umfeld über die Konsequenzen einer Annahme zu informieren.
Ehrenmitglied Rolf Haller überreichte Lukas Christen das Zertifikat Pflanzenschutz des Verbands Lohnunternehmer Schweiz. Das freiwillige Qualitätslabel bestätigt, dass ein Lohnbetrieb die Anforderungen an einen professionellen Pflanzenschutz erfüllt – von der sicheren Lagerung und dem Anwenderschutz über den Waschplatz bis zur technisch einwandfreien Spritze und klar geregelten Betriebsabläufen. Damit setzt der Betrieb ein sichtbares Zeichen für Qualität, Sorgfalt und Umweltverantwortung.
Haller berichtete zudem von seinen Eindrücken des Unwetters, das an diesem Tag über seinen Heimatort Birrhard AG hinweggezogen war. «Den Mais hat es regelrecht rasiert. Strommasten sind wie Zündhölzer umgeknickt. So etwas habe ich noch nicht gesehen», schilderte er.
Einen besonderen Beitrag leistete das Team von KWS Schweiz: Geschäftsführer Luzi Schneider stellte die Mitarbeitenden vor, die während des gesamten Abends den Getränkeservice übernahmen.
Bei gutem Essen, Musik und vielen persönlichen Gesprächen klang der Abend aus. Ein Regenbogen über Schweizersholz, die Maschinen in der Halle und die Fahne der Lohnunternehmer lieferten zum Schluss die passende Kulisse für einen gelungenen Grillplausch 2026.
Text und Bilder: Kirsten Müller
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